Theorie ist gut, Praxis ist besser. Die folgenden Schritte haben sich in meiner Beratungsarbeit mit Unternehmen aus IT, Engineering und Finanzdienstleistungen immer wieder bewährt. Und sie sind einfach umzusetzen, wenn Sie einen Schritt nach dem anderen gehen.
Schritt 1: Beginnen Sie mit regelmäßigen Einzelgesprächen. Das für alle lästige Pflichtgespräch einmal im Jahr zählt nicht, sondern führen Sie kurze, ehrliche Gespräche alle zwei bis vier Wochen. Fragen Sie nach, wie es Ihren Mitarbeitern geht, was sie beschäftigt und wo sie sich Unterstützung wünschen. Und dabei ist ganz wichtig: Hören Sie zu! Diese Gespräche kosten wenig Zeit, signalisieren aber eindeutig: Sie als Führungskraft interessieren sich wirklich für Ihre Mitarbeiter als Menschen, nicht nur als Ressourcen.
Schritt 2: Geben Sie Feedback, das wirklich ankommt. Hierfür können Sie sehr gut die kurzen Gespräche nutzen, die Sie in Schritt 1 eingeführt haben. Feedback ist dann motivierend, wenn es konkret, zeitnah und aufrichtig ist. Sagen Sie nicht „gute Arbeit", sondern „Ihr Lösungsansatz in der Kundenpräsentation war wirklich durchdacht, ich habe gemerkt, wie die Atmosphäre im Raum positiver wurde." Je konkreter das Lob, desto glaubwürdiger und wirkungsvoller ist es.
Schritt 3: Entwickeln Sie eine positive Fehlerkultur im Team. Dann können Mitarbeiter Fehler ansprechen, Fragen stellen und neue Ideen einbringen, ohne Angst vor negativen Konsequenzen zu haben. Teams mit einer positiven Fehlerkultur sind innovativer, lernfähiger, leistungsfähiger und belastbarer. Als Führungskraft können Sie das fördern, indem Sie selbst offen über eigene Fehler sprechen und aufrichtig neugierig auf die Perspektiven anderer reagieren.
Schritt 4: Verbinden Sie Aufgaben mit Bedeutung. Erklären Sie Ihren Mitarbeitern nicht nur, was sie tun sollen, sondern auch, warum es wichtig ist. Welchen Unterschied macht ihre Arbeit für Kunden, für das Unternehmen, für das Team? Menschen, die den Sinn ihrer Arbeit verstehen, sind deutlich selbstbewusster und engagierter und können viel besser Entscheidungen treffen, als jene, die nur eine Aufgabenliste abarbeiten.